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Financial Times Deutschland
15.09.2005
Junge fühlen sich von Politik vernachlässigt

von Daniel Rettig, Berlin

Rund 2,6 Millionen Jugendliche dürfen am Sonntag zum ersten Mal ihre Stimme bei einer Bundestagswahl abgeben. Sie machen etwa vier Prozent der insgesamt 61,9 Millionen Wahlberechtigten aus. Die Wahlbeteiligung der Jugendlichen wird voraussichtlich weit hinter den Zahlen der übrigen Bevölkerung zurückbleiben. Bei der letzten Bundestagswahl gingen 80 Prozent der Berechtigten an die Wahlurne, von den Erstwählern nur knapp 70 Prozent. Die geringste Wahlbeteiligung hatte mit etwa 68 Prozent die Gruppe der 21- bis 24-Jährigen. Ist die Jugend also, wie oft behauptet wird, politikverdrossen? Die Shell-Jugendstudie untersucht seit 50 Jahren die Einstellung der Jugendlichen im Alter von 12 bis 25. Das Fazit der letzten Untersuchung von 2002 war eindeutig: Nur noch 30 Prozent bezeichneten sich als politisch interessiert. Im Jahr 1991 lag die Zahl noch bei 57 Prozent. Ein Drittel gab an, "politisch desinteressiert" zu sein. In der Studie wurden die Jugendlichen gefragt: Welche der Parteien kann die Probleme in Deutschland am besten lösen? Fast 40 Prozent antworteten: keine. "Pauschale Parteienschelte bringt nichts" Klaus Hurrelmann, Professor für Sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld, leitete die Shell-Studie im Jahr 2002. Er warnt davor, die Schuld an der niedrigen Wahlbeteiligung von Jugendlichen der Politik zu geben: "Pauschale Parteienschelte bringt nichts." Es gebe zwei Aufgaben: die Politik jugendfähig zu machen und die Jugend politikfähig zu machen. Die Initiative "Wahlgang 05" hat sich diesem Ziel verschrieben. Dahinter steht eine von Studenten geführte Agentur für politische Kommunikation. Es sei ihre "Mission", Erst- und Jungwähler für die Wahl zu motivieren. Schon im Jahr 2002 erarbeitete die "Wahlgang" eine Kampagne, die aber nur auf den Wahlkreis 84 in Berlin angelegt war. Dieses Jahr ist sie bundesweit aktiv. Sie tourt durch Schulen, veranstaltet Infoabende mit Politikern und schaltet Werbespots im Fernsehen. Außerdem betreibt sie eine kostenlose Hotline. Dort könn????W?en die Anrufer eine Nachricht hinterlassen. Ein Jugendlicher sprach auf das Band: "Die Politiker sollten mehr auf uns eingehen." Ob Initiativen wie die "Wahlgang" aber wirklich einen entscheidenden Beitrag dazu leisten können, die Wahlbeteiligung Jugendlicher zu steigern? Die Forscher von Forsa kamen zu dem vorsichtigen Resultat: "Möglicherweise hat die Kampagne zu einer leichten Erhöhung beigetragen." Parteien haben einen schlechten Ruf Die Shell-Studie resümierte, dass Parteien im Gegensatz zu überparteilichen Gruppen wie Menschenrechtsorganisationen einen schlechten Ruf haben. Sie würden als "in sich abgekapselt" betrachtet, sagt Klaus Hurrelmann. Dieses Problem ist nach Aussage des Jugendforschers in allen westlichen Demokratien vorzufinden. "Man muss die Politik-Themen aus der Verkrampfung herausnehmen", fordert er. Der Kern sollte zwar weiter ernst bleiben, aber man müsse die Themen alltagsgerechter präsentieren. Ein Beispiel ist der "Wahl-O-Mat", der von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt wurde. Im Internet kann man 30 Forderungen wie beispielsweise der Erhöhung der Mehrwertsteuer oder der Einführung eines Mindestlohns zustimmen oder diese Ziele ablehnen. Am Ende sagt der Wahl-O-Mat dann, welcher Partei der Nutzer am nächsten steht. "Die Wahlprogramme liest doch kein Mensch", sagt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale. Analysen der Meinungsforscher zeigen, dass Jugendliche vor allem SPD wählen. Die Forschungsgruppe Wahlen erwartet, dass 37 Prozent der jungen Leute ihre Stimme für die Partei abgeben, Infratest Dimap rechnet mit 39 Prozent. Auch bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Mai lag die Partei bei den 18- bis 24-Jährigen mit 38 Prozent sechs Punkte vor der CDU. Jugendforscher Hurrelmann glaubt, dass die Wahlbeteiligung von Jugendlichen noch lange niedrig bleibt: "Wir müssen aufpassen, dass sie nicht noch weiter absackt." Aus der FTD vom 15.09.2005



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Der Tagesspiegel
15.09.2005
Käpt’n Blaubär und die Wahl mit der Maus

Das Internet bietet Orientierungshilfen und Wahlinformationen für alle Altersstufen Im Internet ist über die Bundestagswahl 2005 fast alles zu finden. Nur das Ergebnis wird erst am 18. September geliefert. Man kann sich über die Parteien und Kandidaten, über Umfragen und frühere Wahlen, über das Wahlrecht und die technischen Vorbereitungen informieren. Man kann mit anderen diskutieren und erforschen, welche Partei am besten zur eigenen Meinung passt. Wir stellen einige Internetseiten vor – ohne den Anspruch auf Vollständigkeit, Statistik-berlin.de/wahlen: Die Website des Landeswahlleiters gibt Auskunft über Landeslisten und Direktkandidaten, Termine und Wahllokale. Feinschmecker können sich alle Berliner Wahlergebnisse seit 1919 anschauen oder den Wahlzettel für den 18. September (als Muster) ausdrucken und probeweise ankreuzen. Wahlrecht.de: Wer wissen will, was ein negatives Stimmengewicht ist oder wie die letzte DDR-Volkskammerwahl 1990 funktionierte, kommt hier auf seine Kosten. Außerdem lassen sich alle Ergebnisse demokratischer Wahlen von Berlin über Rheinland-Pfalz bis Albanien und Papua Neu Guinea nachschlagen. Aber auch sämtliche Meinungsumfragen („Sonntagsfrage“) in Bund und Ländern. Wahl-o-mat.de: Hier werden 30 Fragen gestellt, die man zustimmend, ablehnend oder neutral beantworten soll. Anschließend erfährt man, welche Partei den eigenen Positionen am nächsten steht. Und kann sich bei der Bundestagswahl daran halten – oder auch nicht. Kandidatenwatch.de: Man gibt seine Postleitzahl ein und schon öffnet sich eine Liste der Wahlkreiskandidaten. Mit Namen, Alter und Beruf werden sie vorgestellt. Wer Fragen an seine Kandidaten hat, trägt sie auf dem Bildschirm in ein Formular ein und bekommt wahrscheinlich eine Antwort. Außerdem stellt diese Internetseite die Wahlprogramme aller Parteien vor, geordnet nach Themen. Phrasinator.de: Es bietet sich die unterhaltsame Gelegenheit, die schillerndsten Luftblasen aus den Wahlprogrammen der fünf größten Parteien miteinander zu kombinieren. So läs??????st sich schon mal eine große Koalition, ein Linksbündnis, Schwarz-Gelb oder auch eine Allparteienregierung einüben. Election.de: Mit wie vielen Stimmen wurde Heinrich Lübke 1964 als Bundespräsident wiedergewählt? Wie heißt der Landrat von Reutlingen? Deutsche Wahlgeschichte, Wahl-Landkarten und Wahlkreisprognosen sind die große Stärke dieses Informationsangebots. Wahlgang05.de: Ein lockeres, flockiges Angebot aus Berlin, gemacht von jungen Leuten für junge Wähler. Mit einem relativ hohen Informations- und Spaßfaktor. wdrmaus.de/sachgeschichten/wahl: Käpt’n Blaubär kandidiert für die blaue Partei, die Ente für die gelbe Partei und in bewährter Sendung-mit-der-Maus-Qualität lernen Kleine und Große, wie eine Wahl funktioniert. Man kann auch selber online wählen: Zurzeit liegt der Elefant mit 36 Prozent vorn. Und jetzt noch die Internetseiten der Berliner Parteien, mit Kandidaten, Programmen und Terminen: CDU (cdu-lv-berlin.de); SPD (berlin.spd.de); Grüne (prozentfabrik-berlin.de); Linkspartei (pds-berlin.de); FDP (freiheit-waehlen.de). za



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wahl.tagesschau.de
15.09.2005
Jung, hip - und hoffentlich auch "wählerisch"

von Valerie Schneider für tagesschau.de

Ein paar Stufen durch ein altes Treppenhaus mit abgerissenen Tapeten und schon steht man mittendrin, in der sicher unkonventionellsten Kampagnen-Zentrale Berlins. Die Türen stehen offen, man kann einfach eintreten. Soll es sogar. Hier ist jeder willkommen, der sich für die Bundestagswahl am 18. September interessiert oder sich informieren will. Vor allem Jungwähler. Das sind junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren, die zum ersten oder zweiten Mal bei einer Bundestagswahl abstimmen dürfen. Von jung, für jung Es ist die Kampagnenzentrale der "Wahl-Gang 05". Anders als in den Kampagnenzentralen der Parteien wird hier nicht für den Wahlsieg gekämpft. 25 Berliner Studenten leisten hier Überzeugungsarbeit: Sie wollen Jugendliche dazu bringen, am 18. September zur Wahl zu gehen. "Wir machen eine Kampagne von jungen Leuten, für junge Leute. Bei uns geht es nicht um Parteiprogramme, sondern darum, dass die Jugendlichen überhaupt zur Wahl gehen", sagt die 25jährige Elena Sohn. Für die ehrenamtliche Arbeit in der Wahl-Gang hat sie auf ihren Sommerurlaub verzichtet. Arbeiten und Feiern im gleichen Haus Zusammen mit den anderen Wahl-Gang-Mitgliedern hat Elena Möbel für die Büroräume organisiert. Hier werden Ideen gesammelt, Veranstaltungen geplant. Im Raum links um die Ecke gibt es eine Wahl-Lounge mit Sofas, Sesseln, Getränkekisten. Die Jungwähler sollen sich hier wohl fühlen. Regelmäßig kommen Schulklassen zu Diskussionsrunden. Dann wird über Demokratie gesprochen und darüber, wie wichtig es ist, dass junge Leute mitmachen. Die Wahl-Lounge ist aber mittlerweile auch zum beliebten Partytreff geworden. Um auch Jugendliche außerhalb Berlins zu erreichen, hat die Wahl-Gang Schulen und Ausbildungsstätten in ganz Deutschland besucht. Außerdem gibt es einen Kinospot, das Internet-Tool Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung sowie verschiedene Veranstaltungen wie Fußball-Turniere mit Prominenten und Jungwählern. Bei den Jungwählern kommen die Aktionen der Wahl-Gang gut an. "Unser Vorteil ist, dass wir selbst zur Zielgruppe gehören und deshalb von den Jugendlichen besser akzeptiert werden," sagt Elena Sohn. "Die Kampagnen, die Erwachsene organisieren, sind oft zu weit weg von den jungen Leuten." Wahlmüde Jungwähler Wie wichtig die Motivationsarbeit von Initiativen wie der Wahl-Gang ist, zeigt ein Blick auf die Wahlstatistik des Statistischen Bundesamtes: Bei der Bundestagswahl 2002 waren nur 70,2 Prozent der Erstwähler zur Urne gegangen. Sie blieben damit deutlich hinter der allgemeinen Wahlbeteiligung von 79,1 Prozent zurück. Noch wahlmüder als die Erstwähler zeigten sich damals allerdings die Jugendlichen zwischen 21 und 24 Jahren, die zum zweiten Mal wählen durften. Von ihnen wählten nur 68,1 Prozent. Parteilichkeit zählt nicht Die Wahl-Gang ist zwar die bekannteste, aber nicht die einzige Initiative, die sich um die 6,4 Millionen Jungwähler zwischen 18 und 25 kümmert. Es gibt zahlreiche überparteiliche Kampagnen, die von regionalen Vereinen und Jugendverbänden durchgeführt werden. Andere laufen bundesweit. Sie alle stehen vor der gleichen Herausforderung: "Das Interesse der Jugendlichen an den Parteien ist so gering wie noch nie", sagt Jugendforscher Arthur Fischer, langjähriger Autor der Shell-Jugendstudie. "Von den Jugendlichen wird verlangt, flexibel und selbstständig zu sein. Die verkrusteten Strukturen der etablierten Politik passen nicht dazu." Für die Jungwähler-Initiativen heißt das: Innovative Ideen finden, die die Aufmerksamkeit der Jugendlichen wecken, zum Mitmachen anregen und die vor allem überparteilich sind. Mit dem Bus auf Stimmenfang Junge Leute vor laufenden Kameras zum Mitreden bewegen, das ist die Idee der WDR-Aktion "Stimmenfänger". Hier können sich Jugendliche per Videobotschaft an Spitzenpolitiker wenden und sie um ehrliche Antworten bitten. Etwa wie die 20 Jahre alte Jenny: "Ich möchte Herrn Westerwelle fragen, ob er in meiner Situation Kinder kriegen würde." Gedreht wurde das Video in der oberen Etage eines Doppeldeckerbusses. Mit dem waren die "Stimmenfänger" in Nordrhein-Westfalen unterwegs, um möglichst viele Jungwähler zu erreichen. Statt eine klare Antwort zu geben wich Guido Westerwelle aus: Eine solche Frage sei ihm zu persönlich. Ob man Kinder kriegen will, solle man nicht im Fernsehen, sondern lieber mit dem Partner besprechen. Er sei aber auf jeden Fall dafür, dass es wieder mehr Kinder in Deutschland gibt. Wahlaufrufe per Internet "Nutze den Raum" ist das Motto, mit dem die evangelischen Jugendverbände dafür werben, zur Wahl zu gehen. In vier jeweils halbminütigen Internet-Spots nutzen junge Leute die Wahlkabine für ihr eigenes Programm: zum Grillen, als Galerie oder Pool. "Die Spots machen Werbung für die Gestaltungsräume in einer Demokratie", so Barbara Rehbein von der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend. Die Spots können im Internet angeschaut und an Freunde verschickt werden. Wenn es darum geht, Jungwähler an die Urnen zu bringen, sind sich ausnahmsweise auch die Parteien einig. Die Nachwuchs- Organisationen der fünf im Bundestag vertretenen Parteien haben sich im "Ring politischer Jugend" zusammengeschlossen. Sie fordern die Jugendlichen auf, wählen zu gehen. "Jede Stimme für eine demokratische Partei ist eine Stimme gegen Ausländerfeindlichkeit", heißt es in dem gemeinsamen Wahlaufruf, der auch im Internet nachzulesen ist. Noch nicht volljährig? - Macht nichts Von "U18.org", einer Online-Wahl speziell für Jugendliche, wurden sogar diejenigen umworben, die noch gar nicht volljährig sind. Bei der unter anderem vom Bundesfamilienministerium geförderten Aktion konnten Kinder und Jugendliche unter 18 am 9. September schon mal probewählen. Wie bei der echten Bundestagswahl, auf einem "originalen" Wahlschein. Den Trend vorgeben für den Rest der Republik, nennen die Veranstalter das. Insgesamt beteiligten sich fast 47.000 junge Menschen aus ganz Deutschland daran. Klarer Wahlsieger wurde die SPD. Sie erreichte mit 38,8 Prozent mehr als doppelt so viele U18-Stimmen wie die CDU/CSU. Die landete mit 16,7 Prozent auf Platz zwei.



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Dresdner Neueste Nachrichten
14.09.2005
Viel Show, wenig dahinter

Leipzig/Dresden. Ausufernde Polemik, übertriebene Detailversessenheit, ständige gegenseitige Vorhaltungen - nein, die Erstwähler des Leipziger Humboldt-Gymnasiums stellen den Parteien und ihren Kandidaten in Sachen Wahlkampfführung kein gutes Zeugnis aus. Viel Show, wenig dahinter, lautet der häufig geäußerte Vorwurf der Zwölftklässler. "Es ist doch immer dasselbe: Da wettert der eine Politiker gegen den anderen, und statt sachlich zu sagen, was verbessert werden könnte, wird auf Vergangenem herumgeritten", ärgert sich der 18-jährige Philipp. Und resümiert: "Ziemlich albern, die Theatralik des Medienwahlkampfes". 180.000 Jugendliche sind im Freistaat aufgerufen, am Sonntag erstmals ihre Stimme abzugeben. Das entspricht fünf Prozent aller sächsischen Wahlberechtigten. Bundesweit beläuft sich die Zahl der Erstwähler auf 2,6 Millionen. Je enger die Parteien in den Umfrageergebnissen beieinander liegen, desto stärker rücken die Jugendlichen ins Zentrum der Wahlkampf-Aufmerksamkeit - sollte man zumindest meinen. Tatsächlich scheinen die Kampagnen den Wählernachwuchs aber kaum zu erreichen. "Ich jedenfalls fühle mich von den Wahlkämpfern nicht angesprochen", meint Philipp. Und Maxi ergänzt: "Die Politiker reden im Fernsehen ständig über irgendetwas, das steigt oder sinkt - das versteht doch kein Mensch." Und wenn einmal etwas gut klingen würde, werde es sofort vom Kontrahenten zerpflückt. "Da lassen sich doch utopisches Gerede und realisierbare Ideen kaum noch voneinander unterscheiden." Ratlosigkeit, die vielleicht einen Hinweis darauf liefert, warum Erst- und Jungwähler seltener als andere Altersgruppen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Bei der zurückliegenden Bundestagswahl 2002 gaben 70,2 Prozent der wahlberechtigten 18- bis 21-Jährigen ihre Stimme ab. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung deutlich höher, bei fast 80 Prozent. Nur die Gruppe der 21- bis 24-Jährigen schnitt mit 68,1 Prozent schlechter ab als die Erstwähler. "Da müssen bei allen Demokraten die Alarmglocken schrillen", meint Elena Sohn von "Wahl G????J?ang 05". Die von Berliner Politik- und Soziologiestudenten gegründete Initiative hat eine bundesweite und überparteiliche Kampagne gestartet, um Jugendliche an die Wahlurnen zu bringen. Die 25-Jährige ist überzeugt: "Jugendliche lassen sich für Politik begeistern". Dass Interesse durchaus vorhanden ist, zeigt sich auch am Humboldt-Gymnasium: Die Schüler diskutieren bildungspolitische Fragen, schimpfen über die geplante Einführung von Studiengebühren, machen sich für alternative Energien stark. Und setzen sich intensiv mit dem Thema Arbeitslosigkeit auseinander. "Warum sollst du dich in der Schule anstrengen, wenn du nach dem Abi sowieso auf der Straße stehst und arbeitslos bist?", fragt Wiebke. "Das ist es, wovor ich am meisten Angst habe." Daher müsse die Politik alles daran setzen, Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Trotz aller Kritik am Wahlkampfgetöse: Von den wahlberechtigten Gymnasiasten sind alle gewillt, am Sonntag ihre Stimme abzugeben. "Schon um den extremen Parteien keinen Spielraum zu geben." Sebastian Thomas




W&V
06.09.2005
Promis rühren Werbetrommel für die Wahl
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) will wahlmüde Deutsche mit Radio-Spots an die Urnen locken. Das Berliner Journalistenbüro röhr:wenzel überredete im Auftrag der bpb 45 Medien-Promis, unentgeltlich insgesamt 90 verschiedene Audio-Clips zu produzieren. Die parteipolitisch neutralen Spots transportieren auf völlig unterschiedliche Weise die gemeinsame Botschaft, dass es bei der Bundestagswahl am 18. September auf jede Stimme ankommt. Die Radio-Stationen in Deutschland können von heute an die sendefertigen Promi-Wahlaufrufe in ihren Programmen laufen lassen – zum Null-Tarif.

Für jede Zielgruppe hat die Bundeszentrale die passenden Promis parat. Sender mit älteren Semestern als Zielgruppe können etwa Dieter Thomas Heck oder die Schauspielerin Marie-Luise Marjan ('Mutter Beimer') einsetzen. Die Popgruppen 'Juli', 'Wir sind Helden' oder Thomas D von den 'Fantastischen Vier' bedienen junge Zielgruppen. Öffentlich-rechtliche Sender können auf ihr Stammpersonal Ulrich Wickert, Anne Will oder den Talker Johannes B. Kerner zurückgreifen. Mit dabei auch Deutschlands Top-Kabarettisten: Ingo Appelt, Dieter Nuhr, Rüdiger Hoffmann, Hennes Bender und Herbert Knebel sowie der Alt-Rocker Udo Lindenberg und der Country-Barde Gunter Gabriel.

Nun braucht die Bundeszentrale die Unterstützung der Radiosender: 'Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit den Radiomacherinnen und Radiomachern in Deutschland eine prima Quote hinbekommen', sagt Thomas Krüger, Präsident der bpb: 'Die einen fürs Programm – und wir alle für die Bundestagswahl.'

Eine weitere Initiative namens 'Wahl Gang 05' will mit einem 30sekündigen TV- und Kinospot gezielt junge Erwachsene motivieren, die deutlich wahlmüder sind als andere Altersgruppen. Der von Media Consulta (MC) produzierte Clip betrachtet das Wählen aus einer ungewohnten Perspektive: Die Eintragung ins Wählerverzeichnis wird zur Gästeliste, das Wahllokal zur exklusiven In-Location. Mehrere private Sender, darunter RTL2, Super RTL und Premiere, haben sich bereit erklärt, diesen Spot bis zum 18. September auszustrahlen.






dtms
29.08.2005
WAHL GANG 05 powered bei dtms: Wähl’ dir einen und werd’ GANGster unter 0800-3-FÜNFNULLEN-9!

Was sollte Politik bieten, damit sie auch junge Leute interessiert und ihnen Spaß macht? Dies herauszufinden, haben sich Studierende der Berliner und Brandenburger Hochschulen zusammengetan, die Agentur „Politikfabrik e.V." gegründet und sich auch 2005 wieder eine schlaue Erst- und Jungwählerkampagne einfallen lassen: Die WAHL GANG 05 von jungen Leuten für junge Leute.
<>„Ziel der von uns Studenten konzipierten Kampagne ist es, junge Leute zwischen 18 und 26 Jahren dazu zu motivieren, am 18. September ihre Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben – denn das ist genau die Altersgruppe, deren Wahlbeteiligung fast zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Und es kann funktionieren: Die GANG hat schon im Wahlkampf 2002 gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung mit dem WAHL-O-MATen für Schlagzeilen gesorgt. Die Kampagne 2005 umfasst neben der Testimonialaktion „Join the GANG" zahlreiche weitere Werbe- und PR-Tools wie eine bundesweite Tour durch Ausbildungsstätten, einen Kino- und TV-Spot oder regelmäßige Dialoge zwischen Politikern und Jugendlichen in der Berliner WAHL Lounge am Hackeschen Markt," so Elena Sohn, Projektleiterin der WAHL GANG 05.

Finanziert wird die Aktion neben der engen Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Berliner Landeszentrale für politische Bildungsarbeit komplett durch privatwirtschaftliche Unterstützung. Einer dieser Unternehmens-Sponsoren ist das auf Service-Telefonie spezialisierte Mainzer Unternehmen dtms AG, das die Telekommunikationsplattform kostenlos bereitstellt. Unter der ab dem 30. August geschalteten Freephone-Nummer 0800-3-00000-9 können – passend zum Wahldatum – genau 18905 Anrufer die „Wahl-Bekenntnisse" der prominenten GANGster wie der Pop-Gruppe Silbermond, Matthias Dietrich aus „Verliebt in Berlin" und anderen abrufen und einen eigenen Kommentar zur Bundestagswahl `05 hinterlassen. Jeder „Sprüchemacher" wird Mitglied der GANG und bekommt ein zyanblaues GANGster-Armband.

„Mitmachen ist Ehrensache – und ich bin gern das älteste Mitglied der WAHL GANG 05!" so Dr. Christoph Kurpinski, Sprecher des Vorstands bei dtms.

Und übrigens: Wer sich die Nummer nicht merken kann, kann unter dem Schlagwort „WAHL GANG 05" bei der dtms-Auskunft 11840 nachfragen.





Berliner Zeitung
06.09.2005

Jung und ungebunden: Am Hackeschen Markt wird um den Erstwähler geworben

Petra Ahne

Sie sind die ersten, die sich kaum mehr daran erinnern, wie es war, Helmut Kohl als Kanzler zu haben. Weil sie zu jung waren. So jung, dass Gerhard Schröder fast schon ihr Helmut Kohl ist. Der Kanzler, der immer da war. Oder jedenfalls: schon ganz schön lange. Parteien mögen Erstwähler. Wahrscheinlich, weil es scheint, man könne den Wähler nie wieder so leicht für sich gewinnen wie jetzt. Beim ersten Mal.

In einem Raum am Berliner Hackeschen Markt versuchen das an diesem Abend der Juso-Vorsitzende, der Landes-geschäftsführer der Jungen Union und ein FDP-Bundestagsabgeord-neter. Die Wahlgang hat sie eingeladen, Politikstudenten, die möchten, dass die Erstwähler wählen gehen. Gekommen sind 30 Schüler, 18, 19 Jahre alt. Was die Parteien für die Jungen tun wollten, will ein Mädchen wissen. Sie bekommt Politikerant-worten.

Chancengleichheit, Jugendarbeitslosigkeit senken. Als Nicht-Erstwähler könnte man unaufmerksam werden. Doch der Erstwähler ist wachsam. "Wenn die SPD so viele Arbeitsplätze geschaffen hat, warum ist jedes vierte Kind arm?", wird Juso-Chef Björn Böhning gefragt. Der lächelt gequält. Vielleicht hat er sich das hier leichter vorgestellt. Erstwähler wählen links, so war das immer. Aber jetzt sitzt da ein JU-Mitglied, das Jeans und Turnschuhe trägt und gar nicht aussieht, wie CDU-Nachwuchs mal aussah. Und der FDP-Mann scheint gut anzukommen, obwohl er lange redet. "Werden wir als Rentner für uns selbst sorgen müssen?" wird er gefragt. Als ob er es wissen muss, weil er älter ist.

Am Anfang haben alle auf Zetteln schon mal gewählt. Die meisten Stimmen gehen an SPD und Grüne. So schnell verändern sich die Dinge vielleicht doch nicht.




Tagesspiegel
02.09.2005
Mehr Lust aufs erste Mal: Viele Jugendliche wollen am 18. September nicht wählen gehen – das will die Studenteninitiative „Wahlgang“ ändern

Rund 94000 Berliner dürfen am 18.September zum ersten Mal den Bundestag wählen – aber viele davon werden wohl zu Hause bleiben. Denn bei den Erstwählern liegt die Wahlbeteiligung deutlich unter dem Durchschnitt.

Mit der Kampagne „Die Wahlgang“ will der Studentenverein Politikfabrik wie schon 2002 die Jugendlichen zum Wählen animieren. Unterstützt wird die Aktion von Prominenten wie Sandra Maischberger oder der Band Silbermond. Ein wichtiger Teil des Programms sind Besuche in Schulen, zu denen auch Politiker eingeladen werden.

In der Max-Taut-Schule in Lichtenberg startete die Tour durch Schulen und Betriebe in ganz Deutschland. Im Blauen Salon der Max-Taut-Schule saßen rund 120 Schüler in Gruppen zusammen. Aus dem Wahlkreis Lichtenberg waren die Bundestagskandidaten von SPD, CDU, Grünen, FDP und PDS gekommen, dazu Vertreter der Jugendorganisationen dieser Parteien. Die Politiker blieben ein paar Minuten bei jeder Gruppe, dann gingen sie zur nächsten. Der Anfang war ein wenig zaghaft, einige Jungpolitiker saßen schweigend bei den Schülern.

„Hamse ’ne Idee, was Ihre Eltern wählen?“, wollte Gesine Lötzsch wissen. Die PDS-Bundestagsabgeordnete konnte 2002 ein Direktmandat in Lichtenberg erringen. Die Schüler sprachen sofort über Edmund Stoibers Ostparolen: „Das hat mich verletzt“, sagte ein Schüler.

„Warum sollen wir denn wählen gehen?“ fragte ein anderer. Christoph Schütte von der Jungen Union sagte etwas vom „hohen Gut der Demokratie“. Ein Schüler wollte von ihm wissen, , „warum Politiker dauernd Versprechen brechen“, für ihn sei das nämlich ein Grund, nicht wählen zu gehen. Schütte wich aus – mit der Bemerkung, dass „DVU, NPD und die PDS radikale Parteien“ seien. Später setzte sich ein Vertreter der Lichtenberger Jusos an den Tisch und versuchte, den Jugendlichen die Bürgerversicherung zu erklären. Dabei benutzte er viele Fachausdrücke. „Ich versteh’ das nicht“, so die Reaktion der 20-jährigen Julia. Dann klinkte sie sich aus der Gesprächsrunde aus. Ob sie wählen geht? „Mal sehen“, in der Schule werde man zu wenig über Politik informiert. Stefan Ziller von der Grünen Jugend forderte mehr Engagement von den Erstwählern: „Das ist auch deren Verantwortung, sich zu informieren.“

Meike Müller von der Politikfabrik ist mit dem Start der Kampagne zufrieden. Viele Schüler hätten das Angebot angenommen und Fragen gestellt. „Die wollen mehr als nur Wahlplakate“, sagt Müller. Die „Wahlgang“ bringt Informationen rund um die Bundestagswahl. Neben den Schulbesuchen bieten die Studenten Infos im Internet und eine „Wahllounge“ in der Rosenthaler Straße 39 (Mitte). In die Begegnungsstätte für Erstwähler kommen einmal die Woche Politiker zum direkten Gespräch.





PR-Portal

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01: Die Politikfabrik ist zurück mit der "WAHL GANG 05". Mit der Erstwählerkampagne will das studentische Wahlkampfteam Jung- und Erstwähler zur Stimmabgabe am 18. September bewegen. Mit einer Tour durch Deutschlands Schulen, einer WAHL LOUNGE in Berlin-Mitte, Fehrnsehspots, Plakaten und Online-Tools stürzen sich die Studenten ab sofort in den bundesdeutschen Wahlkampf. Die WAHL GANG 05 – Kampagne stützt sich auf zwei Säulen: zum einen den direkten Kontakt und Austausch mit den Jugendlichen, zum anderen die Inszenierung medienwirksamer Aktionen. Beide Säulen finden unter dem gemeinsamen Dach der WAHL GANG statt, die als Absender aller Kampagnentools deutlich in Erscheinung tritt.




social times
Social Times
01.09.2005
>> link

Politische Beteiligung : «Wahl Gang» will Erstwähler zum Wahlgang motivieren

(epd). Eine neue «Wahl Gang» will Erst- und Jungwähler mit einer bundesweiten Kampagne zum Wahlgang am 18. September motivieren. Die Bundeszentrale für politische Bildung und die studentische Kommunikationsagentur «Politikfabrik» stellten heute in Berlin ihre Aktionen und einen Werbespot vor, der in Kinos und privaten Fernsehsendern ausgestrahlt werden soll.

Bild zur Nachricht

Bereits vor der Bundestagswahl 2002 war die «Wahl Gang» aktiv geworden. Hintergrund der Kampagne ist die geringe Wahlbeteiligung von Jungwählern. Während die allgemeine Wahlbeteiligung 2002 bei 79,6 Prozent lag, gingen nur 70,2 Prozent der 18- bis 21-Jährigen und 68,1 Prozent der 21- bis 25-Jährigen zur Wahl. Rund zehn Millionen Wahlberechtigte sind in diesem Jahr unter 30 Jahre alt.

Die «Wahl Gang» hat in Berlin-Mitte am Hackeschen Markt eine Wahl-Lounge eingerichtet, in der sich junge Leute in Clubatmosphäre über die Parteien und ihr Wahlrecht informieren und mit Politikern diskutieren können. Das Fernsehduell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Kanzlerkandidatin Angela Merkel am 4. September wird dort übertragen.

Die Mitglieder der Agentur «Politikfabrik» besuchen zudem Schulen im ganzen Bundesgebiet, um Schüler über die Bundestagswahl aufzuklären. Am Samstag findet in Berlin ein Streetsoccer-Turnier statt, an dem sich auch Mitarbeiter des rbb-Radiosenders «Fritz» und die Fußballmannschaft der Grünen beteiligen. Den Abschluss bilden eine Diskussion mit Politikern am Vorabend der Wahl mit anschließender Party sowie eine Wahlparty in der Wahl-Lounge am 18. September.

Außerdem können sich Jungwähler unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-30 000 09 politische Statements abgeben und die Stimmen von Prominenten anhören, die zur Wahl aufrufen. Für die Wahl werben Mitglieder der Band «Silbermond» und die Schauspieler Matthias Dietrich und Anna Maria Mühe.

Ausführliche Informationen unter www.wahlgang05.de.





ddp
01.09.2005

Kampagne zur Mobilisierung von Erst- und Jungwählern startet

Berlin (ddp-bln). Studenten aus Berlin und Brandenburg haben eine bundesweite Kampagne zur Mobilisierung von Erst- und Jungwählern gestartet.

Aktionen wie die «Wahl Gang 05» kämen gut an, da die Studenten mit den jungen Menschen auf «gleicher Augenhöhe einen Dialog» führen könnten, sagte die Schirmherrin der Kampagne, die Moderatorin Sandra Maischberger, am Donnerstag in Berlin. Etablierte Politiker, TV-Sendungen und Printmedien erreichten die Erst- und Jungwähler dagegen schwer.

Das Kernstück der Kampagne ist der so genannte Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Er bietet die Möglichkeit, sich im Internet anhand von Thesen auf Grundlage der verschiedenen Parteiprogramme eine Einordnung der eigenen politischen Position angeben zu lassen. Nach bpb-Angaben haben in den vergangenen sechs Tagen eine Million Nutzer das Online-Tool angeklickt.

Die Kampagne wird den Angaben zufolge unterstützt von prominenten «Gang-Membern» wie der Band Silbermond, der Schauspielerin Anna Maria Mühe und dem Viva-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, die bei einer Plakat- und Postkartenaktion für eine Wahlteilnahme werben. Erst- und Jungwählen können sich in einer Wahl-Lounge in der Rosenthalerstraße 39 in Berlin-Mitte über den Urnengang informieren. Dort sind auch prominent besetze Diskussionsrunden sowie eine Wahlparty am 18. September geplant. Darüber hinaus soll es eine bundesweite Tour durch Schulen und einen TV- und Kinowerbespot geben.

Die studentische Initiative wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern getragen und unter anderem von der bpb und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit unterstützt.




ddp
01.09.2005

Politischer Dialog auf gleicher Augenhöhe: Studenten starten Kampagne zur Mobilisierung von Erst- und Jungwählern

Von Mirko Hertrich

Studenten aus Berlin und Brandenburg haben eine bundesweite Kampagne zur Mobilisierung von Erst- und Jungwählern gestartet. Aktionen wie die «Wahl Gang 05» kämen gut an, da die Studenten mit jungen Menschen auf «gleicher Augenhöhe einen Dialog» führen könnten, sagte die Schirmherrin der Kampagne, die Moderatorin Sandra Maischberger, am Donnerstag in Berlin. Etablierte Politiker, TV-Sendungen und Printmedien erreichten die Erst- und Jungwähler dagegen schwer.

Der Geschäftsführer der «Wahl Gang 05», der 27-jährige Student Gregor Scheppan, betonte, dass über die Kampagne gezielt der Kontakt mit den Erst- und Jungwählern gesucht werden soll. Hierfür hätten die Studenten mit kreativen Ideen und einer unkonventionellen Herangehensweise gute Voraussetzungen. Um junge Wahlberechtigte für die Wahl zu interessieren, nutzen die Studenten unter anderem den so genannten Wahl-O-Mat. Er bietet die Möglichkeit, sich im Internet anhand von Thesen auf Grundlage der verschiedenen Parteiprogramme eine Einordnung der eigenen politischen Position angeben zu lassen. Den Angaben zufolge haben in den vergangenen sechs Tagen bereits eine Million Nutzer das Online-Tool angeklickt.

Die Kampagne wird unterstützt von prominenten «Gang-Membern» wie der Band Silbermond, der Schauspielerin Anna Maria Mühe und dem Viva-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, die bei einer Plakat- und Postkartenaktion für eine Wahlteilnahme werben. Erst- und Jungwähler können sich in einer Wahl-Lounge in der Rosenthalerstraße 39 in Berlin-Mitte über den Urnengang informieren. Dort sind auch prominent besetze Diskussionsrunden sowie eine Wahlparty am 18. September geplant. Darüber hinaus soll es eine bundesweite Tour durch Schulen und einen TV- und Kinowerbespot geben.

Die «Wahl Gang» war schon bei der Bundestagswahl 2002 aktiv. Im «Hängerwahlkreis» Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost habe die Kampagne nach Erhebungen eines Meinungsforschungs-instituts messbare Auswirkung auf die Mobilisierung von jungen Erwachsenen bei der Wahl gebracht, unterstrich der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Thomas Krüger. Nach Angaben der «Wahl Gang» sind Erst- und Jungwähler die Altersgruppe mit der geringsten Wahlbeteiligung. Im Jahr 2002 wählten von den 18- bis 21-Jährigen 70,2 Prozent, bei den jungen Erwachsenen im Alter von 21 bis 25 Jahren 68,1 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg lag die Wahlbeteiligung bei 79,6 Prozent. Die studentische Initiative wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern getragen. Durch die Arbeit unter «Realbedingungen» könnten wertvolle Erfahrungen gesammelt und nützliche Kontakte geknüpft werden, unterstrich Scheppan.

Die «Wahl Gang» entstand 2001 aus einem Projektkurs am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität (FU) Berlin. In diesem Jahr beteiligen sich auch Studenten der Universität Potsdam.




die tageszeitung
18.08.2005

...und heute: >> Echt cool

So richtig politisiert abhängen lässt es sich ab sofort in der „Wahl Lounge“ – natürlich in Mitte (Rosenthaler Straße 39). Jungwähler können sich ganz relaxt über die Bundestagswahl informieren, im vertrauensvollen Gespräch mit den Mitarbeitern oder bei wöchentlichen Gesprächsrunden. Um 19 Uhr gibt’s heute eine Diskussion zum Thema „Münteferings Coup!? – Neuwahlen zum Bundestag“.

 




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Jugendserver
23.08.2005
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Politikfabrik e. V. initiiert die WAHL GANG 05
www.wahlgang05.de - das zentrale Kampagnenportal der GANG

Neben flankierenden Angeboten zu allen Aktionen der Kampagne und dem Angebot von Informationsmaterialien dient sie als Vernetzungsplattform für das bundesweit geschlossene GANGster Netzwerk und alle weiteren Erstwähler/-innen. Hier können sie untereinander und mit der GANG in den Dialog treten. Weitere Sites der WAHL GANG 05 werden www.wahldate.de und www.ich-geh-hin.de sein – hier kann die Generation Single „Wahlgang-Dates“ abschließen bzw. lesen, warum Prominente sagen: „ich geh hin, weil…“.

WAHL GANG on Tour
Die WAHL GANG besucht in vier deutschen Städten Schulen und Ausbildungsstätten sowie Bundeswehrkasernen.
Termine:
- 29. und 30. August in Kiel und Cottbus
- 4. und 5. September in München und
- 9. September in Aachen.
Ziel der Tour ist es, Schüler/-innen direkt anzusprechen. Unter anderem in einer Diskussions- und Informationsstunde bekommen die jungen Leute die Gelegenheit, sich von den Direktkandidat(inn)en von 5 Parteien* in ihrem Wahlkreis und deren Wahlprogramm ein eigenes Bild zu machen. In den Pausen haben die Schüler die Möglichkeit, in der mobilen Wahl-Lounge die BTW 2005-Version des Wahl-O-Maten (www.wahl-o-mat.de) zu benutzen und mit ihren Fragen an die WAHL GANG heranzutreten.
Berlin als Bundeshauptstadt bekommt darüber hinaus seine eigene WAHL GANG Tour: Vom 22. bis zum 25. August ist die WAHL GANG 05 jeden Tag an einer anderen Schule anzutreffen.





Berliner Zeitung
22.08.2005

ERSTWÄHLER: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auf keinen Fall aber darf die Qual so stark sein, dass man auf die Wahl verzichtet. Damit das bei der Bundestagswahl nicht passiert, hat die WAHL GANG, ein Projekt von der Politikfabrik mit Unterstützung der Berliner Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die WAHL lounge ins Leben gerufen. Erstwähler sollen ermutigt werden, sich in politische Prozesse einzubringen. Am Donnerstag finden zwei lockere Gesprächsrunden zum Thema "Die Qual der Wahl - Entscheidung vor und in der Wahlkabine" statt. Fachleute, Journalisten und Politiker wie beispielsweise Hans-Christian Ströbele sprechen mit den jungen Wählern über Entscheidungshilfen und darüber, wen man wie und warum wählen kann. Jeder, der Lust hat sich in der WAHL lounge auf die Bundestagswahl einstimmen zu lassen, wird gebeten sich unter presse@politikfabrik.de anzumelden. (xyv.)

Termine: Donnerstag, 10 bis 12 und 19 bis 21 Uhr. Ort: WAHL lounge, Rosenthaler Str. 39 in Mitte.



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Jugendmarketing Aktuell (juma)
22.08.2005

"WAHL GANG 05" will Jungwähler motivieren

Mit einer Erstwählerkampagne will das studentische Wahlkampfteam "Politikfabrik" Jung- und Erstwähler zur Stimmabgabe am 18. September bewegen.

Mit einer Tour durch Deutschlands Schulen, einer "WAHL LOUNGE" in Berlin-Mitte, Fehrnsehspots, Plakaten und Online-Tools stürzen sich die Studenten ab sofort in den bundesdeutschen Wahlkampf.

Die "WAHL GANG 05" – Kampagne stützt sich auf zwei Säulen: zum einen den direkten Kontakt und Austausch mit den Jugendlichen, zum anderen die Inszenierung medienwirksamer Aktionen. Beide Säulen finden unter dem gemeinsamen Dach der "WAHL GANG" statt, die als Absender aller Kampagnentools deutlich in Erscheinung tritt. Zu den Unterstützern gehört unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Weitere Infos: www.wahlgang05.de




Aachener Zeitung
16.08.2005
Polit-Workshops für Jugendliche in Berlin Aachen. «Wahl Gang» ist ein Team der «Politikfabrik», das mit seiner Kampagne insbesondere Erst- und Jungwähler eine Plattform der politischen Partizipation bieten will. Deswegen gehen die Veranstalter erstmals auf Tour durch Deutschland. Interessierte Jugendliche aus Aachen sind nun kurzfristig eingeladen, in einem Workshop vom kommenden Freitag, 19. August, bis zum Sonntag, 21. August, in Berlin eine Wahl-Gang-Veranstaltung für ihre Schule oder ihren Ausbildungsbetrieb auszurichten.

Wer Interesse hat, kann sich melden: Kampagnenbüro «Wahl Gang 2005», Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin, Tel.030/27596770 oder 0172/3247539.





Berliner Morgenpost
11.08.2005
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"Wahl-Lounge" für Erstwähler am Hackeschen Markt
Junge Berliner Wähler können sich vor der Bundestagswahl am 18. September in einer eigens eingerichteten "Wahl-Lounge" in Mitte informieren. Initiiert wurde der Treffpunkt für Jung- und Erstwähler am Hackeschen Markt von Politikstudenten zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung. In der Wahl-Lounge, die Teil der Kampagne "Wahl Gang 05" ist, soll es jeden Donnerstag Diskussionsrunden mit Politikern, darunter Christian Ströbele (Grüne) und FDP-Landeschef Markus Löning, geben.

"Wahl-Lounge": Rosenthaler Straße 39, Tel.: 27 59 67 70, geöffnet von 9 bis 19 Uhr. dpa




Politik & Kommunikation
wahlkampf special 2
06 .08.2005
>> link (.pdf)
Die Wahl Gang ist wieder los!

Die erfolgreiche Erstwählerkampagne der Politikfabrik erlebt eine Neuauflage. Sie zieht mit dem mobilen Wahl-O-Mat durch Schulen in Wahlkreisen mit geringer Wahlbeteiligung. Auch in Planung: Eine SkateNight, ein Fußballturnier und eine Wahl-Lounge in Berlin-Mitte.

Partner sind die Bundeszentrale für politische Bildung, die Landeszentrale Berlin, BMW, Initiative ProDialog, Media Consulta und Scholz&Friends.

Link: www.wahlgang05.de


Deutschland Radio
Campus und
Karriere
01.09.2005

"Ihr steht auf der Gästeliste"
Die studentische "Wahl-Gang 05" will junge Wahlberechtigte für Politik interessieren


Von Gerald Beyrodt

Was haben Vorlesungen und Politiker-Reden miteinander gemein? Manche Studenten sagen, beides rauscht an ihnen vorüber. Eine Gruppe von Studierenden, die zusammen die PR-Agentur Politikfabrik betreiben, will erreichen, dass junge Wahlberechtigte mehr wahrnehmen, was in der Politik passiert. Am Donnerstagabend bringt die "Wahl-Gang 05" zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung einen Werbespot in die Kinos. >> mehr






Inforadio (RBB)
27.08.05

Werben um Jungwähler

Am 18. September wählen sich die Deutschen eine neue Kanzlerin oder behalten den Alten.

Bundestagsneuwahlen sind angesagt. Und wie bei jeder Wahl wird es Jungwähler geben, die zum ersten Mal wählen gehen. Um diese Jungwähler kümmert sich der Verein "Wahl Gang 05" der Politikfabrik.

Frage an Elena Sohn, Projektleiterin von Wahl Gang 05: Was ist die Politikfabrik, was das Projekt Wahl Gang und wer steckt dahinter?

>> das mp3.file (2.953 kB!!)




RBB Abendschau 26.08.05

Bundesverfassungsgericht beschließt Neuwahlen

In einem kurzen aber sehr humorvollen Beitrag berichtet die RBB
Abendschau von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes für
Neuwahl. In dem Beitrag findet auch die Wahl Gang Erwähnung. Nach einer
kurzen Einleitung wird klar, dass hier junge Menschen etwas bewegen
wollen. Stefan Kägebein und Stefanie Treutler, zwei Gang Member geben
kurze Statements zu ihrer Arbeit ab. Im Hintergrund sieht man uns im
Büro arbeiten. Zu besonderen Ehren kommen auch die gesponserten Wahl
Gang T-Shirts der BSR, die im Abspann groß zu sehen sind.





Berliner Radiosender
Radio1 (rbb)
25.08.2005

Immer weniger junge Menschen gehen wählen…

Am 25.08.05. stand Gang Mitglied Elena Sohn den Fragen von Radio Eins Rede und Antwort. Hauptsächlich ging es darum mit welchen Aktionen die Wahlgang Jugendliche motiviert sich mit Politik auseinander zu setzten. Tatsächlich, so mußte auch die Moderatoren feststellen, interessieren sich immer weniger Jugendliche für Politik. Elena sprach über verschiedene Aktionen, wie die Schultour und die WAHL Lounge und konnte so zeigen, dass es Möglichkeiten für die jungen Leute gibt sich zu informieren und vorbei zu kommen!

>> das mp3.file (7.262 kB!!)




Deutschlandfunk
09.08.2005


Politikstudenten als 'Wahlfänger'
Die 'Politikfabrik' will junge Menschen zur Urne bringen

Mehr junge Leute für Politik interessieren - das wollte Professor Nils Diederich vom politikwissenschaftlichen Institut der FU Berlin mit einem Projektkurs erreichen. Über zwei Semester verteilt, im vergangenen Wintersemester Theorie, dieses Sommersemester dann Vorbereitung auf Aktionen im Vorfeld der Bundestagswahl, entstand dabei die 'Politikfabrik'. 80 Politikstudenten mischen dabei mit, etwas gegen die Politikverdrossenheit bei jungen Menschen zu unternehmen und sie für die Wahl zu begeistern.

>> mehr





Berliner Radiosender
rs2
05.08.2005

In der Morgensendung „Katrin und der Kaiser“ am Freitag, 5. August 2005 gab der WAHL GANGster Christoph Fahle ein Telefoninterview über den Wahl-O-Mat.

>> das mp3.file (2.958 kB!!)